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Entscheidungsfindung in Zeiten der Unsicherheit

Management-Entscheidungen sind in Zeiten der Unsicherheit besonders komplex. Damit eine Management-Entscheidung möglichst viele Vorteile für das Unternehmen bringt, muss sie folgende Kriterien erfüllen:
  • sorgfältig geplant und ausgearbeitet sein
  • zeitgerecht und fristgerecht sein
  • realistisch und umsetzbar sein
  • alle rechtlichen Anforderungen erfüllen
  • die bestmögliche Alternative erzielen
Wie sich aus dieser Liste ergibt, werden an Entscheidungen sehr vielfältige und teilweise widersprechende Anforderungen gestellt. Um eine Entscheidungsfindung zu erleichtern, greifen Unternehmer zu verschiedenen Modellen. Hier wird das Modell der rationalen Entscheidungsfindung von Herbert Simon erklärt (Diagramm 1). Ebenso werden weitere Analyse-Tools im Kontext dieses Modells präsentiert.

Nach Simon besteht die Entscheidungsfindung aus 3 Etappen: Intelligence (Analyse des Problems), Design (Suche nach Lösungsalternativen) und Choice (Auswahl einer geeigneten Alternative). Später wurde das Modell von Huber um zwei Schritte erweitert: Implementierung der Entscheidung und Evaluierung der Ergebnisse.

In der Analyse-Phase wird das Problem präzise formuliert und Kriterien der optimalen Lösung werden festgelegt. Als mögliches Instrument der Problem-Analyse werden Ursache-Wirkungs-Diagramme / Fishbone-Diagramme (Diagramm 2) eingesetzt. Man fängt mit dem Problem an und arbeitet sich rückwärts an die Ursachen und Faktoren, die zum Problem beitragen.

In der Design-Phase werden unterschiedliche Lösungsansätze ausgearbeitet und gesammelt. Hier ist es wichtig, das Problem aus verschiedenen Winkeln zu betrachten und möglichst viele Beteiligte (unternehmensintern und -extern) in der Lösungsfindung zu integrieren. Um Gedanken zu strukturieren, werden sogenannte Variantenbäume mit möglichen Szenarien/Abläufen entwickelt (Diagramm 3 als Beispiel).

In der Auswahl-Phase werden die Alternativen bewertet und ausgewählt. Dabei werden nicht nur die Vorteile, sondern auch mögliche Nachteile und Risiken der Alternativen betrachtet. In der Auswahl-Phase werden Tools wie eine Entscheidungsmatrix verwendet (Auswertung und Vergleich der Alternativen nach festgelegten Kriterien).

Sollte jedoch keine der Alternativen die Kriterien für die optimale Lösung erfüllen, wird die Analyse-Phase und die Alternativen-Generierung Phase nochmal wiederholt.

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